Kirchengemeinde Simmozheim

Decken für die Armen in aller Welt

Seit über einem Jahr stricken und häkeln Frauen um Käthe Neufeld für einen guten Zweck


Von unserer Mitarbeiterin Bettina Bausch

Seit eineinhalb Jahren stricken und häkeln Frauen um Käthe Neufeld aus Simmozheim und den umliegenden Gäugemeinden bei regelmäßigen Treffen bunte Patchwork-Decken für die Ärmsten in aller Welt. Nun fuhren Mitglieder der Gruppe zum Deutschen Institut für ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen, um die Strickerzeugnisse der letzen Monate dort abzugeben.

Difäm verschickt in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Unicef und der Weltgesundheitsorganisation Medikamente, pharmazeutische Rohstoffe und medizinische Geräte in die ärmsten Länder. „Decken sind dabei ein wertvolles Füllgut zum Isolieren gegen Feuchtigkeit und Stoßschäden. Sie werden dann vor Ort von Pfarrern oder auch von Unicef an Waisenkinder oder Kinderkrankenhäuser verteilt“, berichtet Arnold Neufeld.

Die Ärztin und Theologin Dr. Beate Jakob von Difäm Tübingen ist die Kontaktperson für die Simmozheimer Strickgruppe. „Ihre Berichte und Bilder von den Empfängern geben uns immer wieder Antrieb und Freude zum Weitermachen“, sagt die Initiatorin und Gruppenleiterin Käthe Neufeld.

Die jetzigen Decken aus Simmozheim sind für Nordkorea bestimmt. Dort gäbe es im Winter mehrere Wochen lang Kälte bis zu minus 30 Grad. Dabei seien die Räume der Kinder kaum beheizt und Fenster und Türen nicht isoliert.

„Im November 2003 haben zehn Frauen nach beeindruckenden Medienberichten mit dem Stricken der Decken angefangen. Inzwischen sind wir nach dem Schneeballsystem fast 40 Teilnehmerinnen und haben schon mehr als 100 Decken hergestellt“, sagt Käthe Neufeld. Sogar eine bettlägerige Frau beteiligt sich am Stricken.

Viele Teilnehmerinnen sind aus den umliegenden Gäugemeinden zu der Gruppe gestoßen. Die Treffen im Simmozheimer Gemeindehaus sind in erster Linie dem Stricken und Verteilen der Aufgaben gewidmet, sie lassen jedoch auch Raum für Geselligkeit bei Kaffee und Kuchen.

Käthe Neufeld freut sich darüber, dass die Idee des Deckenstrickens für Bedürftige in der Dritten Welt mittlerweile auch von Schulen aufgegriffen wurde. Lehrerin Margit Habart von der Grundschule Simmozheim und ihre Kollegin Anneliese Riehm von der Grund- und Hauptschule Althengstett stricken mit ihren Klassen ebenfalls Decken für frierende Kinder in Entwicklungsländern.



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