Kirchengemeinde Simmozheim

Herzliche Einladung
zu unseren Gottesdiensten!

Für Sie haben wir immer noch
einen Platz frei!

Gottesdienst

Unser Gottesdienst

Die Gestaltung unseres Gottesdienstes ist mir sehr wichtig. Alleine bin ich freilich überfordert. Schließlich ist der Gottesdienst nicht die sonntägliche Veranstaltung eines Pfarrers, sondern die bleibende Aufgabe einer christlichen Gemeinde. Deshalb bitte ich herzlich um Ihr Mitbeten, Mitdenken und Mitgestalten. Vor allem aber bitte ich um Ihre Teilnahme am Gottesdienst.

Wir sind eine lebendige, gut funktionierende Gemeinde mit vielen kreativen und fleißigen Mitarbeitern. Aber ich sehe die Gefahr, daß wir ob der Vielzahl von Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen eine gemeinsame Mitte verlieren. Der Gottesdienst könnte diese Mitte sein – ein regelmäßiger Treffpunkt für die ganze Gemeinde. Deshalb liegt mir unser Gottesdienst am Herzen. Auch innerhalb der Kirche leben sich die Generationen immer mehr auseinander.

So bekommen die sonntäglichen Gottesdienste einen neuen Stellenwert – Fixpunkt einer Gemeinde, die werktags in Einzelveranstaltungen, Ziel- und Altersgruppen zerfällt; Austausch, Begegnung und Gespräch untereinander; gemeinsame Feier des Glaubens. Nur dann erfahren wir etwas voneinander: die Gesunden von den Kranken, die Jungen von den Alten, die Traurigen von den Fröhlichen. Nur dann sind wir eine Gemeinde, die Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben. Nur dann wirkt unser Gottesdienst einladend, weckt Neugierde und sorgt für Interesse.

Ich könnte auch fragen: Welches Bild vermittelt unser Gottesdienst nach außen? Was empfindet der Fremdling, wenn er denn kommt? Fühlt er sich wohl? Begrüßen wir ihn? Versteht er uns? Angenommen, ein wildfremder Mensch verirrt sich in unseren Gottesdienst: Kommt er wieder? Ich bin überzeugt, jene uralte Institution einer Gemeindeversammlung am Morgen des Auferstehungstages hat eine Zukunft. Was sich zweitausend Jahre lang bewährt hat, kann nicht innerhalb von zwei oder drei Jahrzehnten uninteressant und kraftlos sein.

Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, wir wissen das noch nicht. Wie soll ich mir sonst erklären, daß man landauf landab den Gottesdienst schlechtredet? Namentlich die Jüngeren erwarten fast nichts mehr. Sie scheinen mit einer höchst segensreichen Tradition einfach zu brechen. Die Gottesdienste sind aber besser als ihr Ruf – jedenfalls in aller Regel. Dadurch sind unendlich viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Glauben gekommen. Sie fanden den Sinn ihres Lebens. Sie fühlten sich gestärkt für ihren Alltag. Sie wurden getröstet in ihrer Trauer.

Noch immer gehen Sonntag für Sonntag mehr Menschen in die Gottesdienste, als in die Bundesligastadien. Das muß uns nachdenklich stimmen. Wir sollten selbstkritisch prüfen, ob wir unseren Gottesdienst nicht längst innerlich aufgegeben haben – eine tote Tradition, lediglich die gewohnte Form, eine liebe Gewohnheit. Beten wir füreinander, für die Stärke und Kraft unseres Glaubens, für ein gutes Miteinander? An uns allen liegt es, ob der Gottesdienst eine ganz neue Anziehungskraft bekommt – daß wir uns einladen lassen, gerne mitfeiern und fröhlich die neue Woche beginnen.

Als Pfarrer kann ich nur meinen Teil dazu beitragen. Das will ich auch tun. Ansonsten warte ich auf Ideen, auf Vorschläge, auf konstruktive Kritik, auf Ihre Mithilfe und Mitarbeit. Schön wäre es, wenn wir die Gottesdienste möglichst abwechslungsreich gestalten könnten – einmal mehr für Jugendliche, einmal eher für Familien, ab und an in unserer Landessprache, einmal auch ganz schlicht nach der althergebrachten Ordnung.

Also, auf Wiedersehen im Gottesdienst – bis Sonntag!
Ihr Manfred Mergel



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